Taschensysteme gelten als besonders effizient, doch ihr größter Vorteil wird oft unterschätzt: der extrem niedrige Energieverbrauch. Wie schaffen sie es, gleichzeitig leistungsstark und ressourcenschonend zu sein? Dieser Artikel zeigt, warum Taschensysteme klassischen GTP-Lösungen überlegen sind, wie intelligente Technik zusätzliche Einsparungen ermöglicht und was das konkret für Ihre Intralogistik bedeutet.
Taschensysteme bieten viele einzigartige Vorteile – besonders hervorzuheben ist ihr außergewöhnlich niedriger Energieverbrauch, insbesondere im Vergleich zu traditionellen Goods-to-Person (GTP)-Systemen.
Der Hauptgrund liegt im geringen Zusatzgewicht, das bewegt werden muss. In einem Taschensystem bringt jede Tasche nur etwa 0,5 bis 1 kg zusätzlich zum Artikel selbst auf die Waage. Im Gegensatz dazu müssen GTP-Systeme den gesamten Kommissionierroboter oder Shuttle samt Artikel bewegen, was den Energiebedarf erheblich erhöht.

Die AutoPocket® in Aktion bei unserem Kunden Limedika
Natürlich müssen die Artikel auch in die Taschen eingelegt werden, doch genau hier zeigen Taschensysteme erneut ihre Stärken:
Beide Effekte tragen indirekt zur Energieeinsparung bei, indem sie bestehende Infrastruktur optimieren. Aus mechanischer Sicht sind unsere Taschenadapter mit Rollen ausgestattet, sodass nur Rollreibung, die deutlich geringer ist als Gleitreibung, überwunden werden muss. Zudem kommen zwischen Förderern Schwerkraftbahnen statt motorisierter Übergaben zum Einsatz, was den Energieverbrauch weiter senkt. Auch bei unseren Komponenten haben wir gezielte Verbesserungen vorgenommen:
Zur Sicherstellung von Transparenz und kontinuierlicher Verbesserung ist jeder Hauptschaltschrank, den wir in den letzten zehn Jahren ausgeliefert haben, mit Energieüberwachungsklemmen ausgestattet. Diese erfassen Echtzeitdaten zu Energieverbrauch, Spannung und Stromstärke. Die Daten werden:

So können unsere Kunden den tatsächlichen Energieverbrauch verfolgen, die Auswirkungen von Systemverbesserungen bewerten und wir sind in der Lage, den Energiebedarf zukünftiger Installationen auf Basis realer Daten aus unserem großen Anlagenbestand vorherzusagen, statt auf Faustregeln zurückzugreifen.
Je nach Auftragsgröße und Systemdesign ist die Energie, die zum Sortieren einer Kundenbestellung benötigt wird, geringer als die Ladung eines Smartphones.

Autor: Pascal Rehm Head of Product Mgmt. & Development ME Mechanical Development
Sortiertechnologie